Familien sind die Stützpfeiler unserer Gesellschaft. Und Manuela Schwesig weiß, "was es heißt, Familie und Beruf miteinander zu verbinden." Im Team Steinmeier ist sie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verantwortlich. Dabei denkt Schwesig nicht in starren Ressortgrenzen.
Manuela Schwesig ist seit 2008 Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern. Die 35jährige hat einen zweijährigen Sohn und kennt die Situation junger Eltern aus eigener Erfahrung. Sie weiß, worauf es familienpolitisch in den nächsten Jahren ankommt: "Wir müssen es hinbekommen, drei Themen miteinander zu verbinden: die Familienpolitik, Bildung und die Gleichstellung von Mann und Frau", fordert Schwesig im Interview mit der Bild-Zeitung (Montagsausgabe).
Bildung ohne Gebühren
Schwesig tritt gemeinsam mit der SPD entschlossen für gebührenfreie Bildungsangebote ein. Nicht nur, weil jeder Mensch ein Recht auf gute Bildung unabhängig von seiner Herkunft oder vom Geldbeutel der Eltern hat. Sondern auch, weil sie der entscheidende Baustein dafür sind, dass "Eltern aber auch Alleinerziehende berufstätig sein können".
Gleichstellung auch beim Verdienst
Konkret wird die Ministerin auch, wenn es um die Gleichstellung von Mann und Frau geht. Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt ein Viertel weniger Geld als Männer. Das gehört angepackt, macht Schwesig klar: "Frauen müssen für gleiche Arbeit überall das Gleiche verdienen wie Männer - ohne Ausnahme!"
Ehegatten-Splitting gerechter gestalten
Das geltende Ehegatten-Splitting bevorteilt nicht nur gut verdienende Paare - es macht auch keinen Unterschied, ob jemand Kinder großzieht oder nicht. Ungerecht, sagt Schwesig: "Deswegen will ich, dass wir an das Ehegatten-Splitting rangehen - zugunsten von Paaren mit Kindern."