Eine überaus positive Bilanz haben Hubertus Heil und Katia Saalfrank zum Abschluss der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "Bildung und Familie - Was brauchen unsere Kinder" gezogen. Das Interesse am Thema, haben sie festgestellt, ist enorm.
Eine überaus positive Bilanz haben Hubertus Heil und Katia Saalfrank zum Abschluss der gemeinsamen Veranstaltungsreihe "Bildung und Familie - Was brauchen unsere Kinder" gezogen. Das Interesse am Thema, haben sie festgestellt, ist enorm.
Es waren die vorerst letzten Veranstaltungen einer sehr erfolgreichen Tour quer durch Deutschland. Die Diplompädagogin und Musiktherapeutin Katia Saalfrank - auch bekannt aus dem RTL-Format "Die Super Nanny" - diskutierte gemeinsam mit Hubertus Heil und Politikern vor Ort über die Themen Bildung, Familie und Erziehung.
Kinderrechte ins Grundgesetz
Zum Beispiel im sachsen-anhaltinischen Quetzdölsdorf. Hier diskutierten Saalfrank und Heil am Donnerstag mit dem Bundestagsabgeordneten Klaas Hübner. Der Vater von vier Kindern macht sich dafür stark, dass Kinderrechte ins Grundgesetz kommen. Denn dadurch werden Kommunen verpflichtet, Kinderschutzleistungen, die sie bislang auf freiwilliger Basis erbringen können, verbindlich bereitzustellen.
Mehr Verantwortung auch von Unternehmen
Was macht Eltern stark? Neben vielen Dingen, die Politik tun kann, sieht Hübner hier auch die Unternehmen in der Pflicht - und nicht nur bei der Ausbildungsfrage. Hübner - selbst Unternehmer - unterstrich, dass von Eltern, die Familie und Beruf verbinden wollen, nicht immer nur größtmögliche Flexibilität erwartet werden kann. Unternehmen müssten auch ihrerseits Angebote schaffen, zum Beispiel durch Betriebskindergärten.
Kindergärten zu Kompetenzzentren machen
Kindergärten - und nicht nur die in Betrieben - waren auch Thema während der Diskussion im thüringischen Erfurt am Donnerstagabend. Leidenschaftlich rief der Spitzenkandidat der Thüringer SPD, Christoph Matschie, dazu auf, Kindergärten besser auszustatten und in die Lage zu versetzen, bessere Beratungsleistungen für Eltern zu erbringen. Dies sei auch ein Wunsch vieler Eltern, mit denen der Spitzenkandidat in den vergangenen Tagen und Wochen gesprochen hat.
Eine Idee, die auch Katia Saalfrank begrüßte. Umso dringlicher sei es, den Erzieherinnen und Erziehern, die dort "eine äußerst wichtige Arbeit leisten", wie Hubertus Heil unterstrich, den Rücken zu stärken. Dafür müsse deren gesellschaftliche Anerkennung "deutlich wachsen - auch in der Bezahlung", betonte der SPD-Generalsekretär.
Gute Bildung muss der Gesellschaft etwas wert sein
Dass es das alles nicht zum Nulltarif gibt, weiß niemand besser als Carsten Schneider, der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Darum trete die SPD dafür ein, den Spitzenverdienern einen Bildungssoli abzufordern und den Spitzensteuersatz um zwei Prozentpunkte zu erhöhen. "Gute Bildung für alle, unabhängig von der sozialen Herkunft, muss der Gesellschaft etwas wert sein", bekräftigte Schneider.
Guter Abschluss für eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe
An insgesamt neun Orten diskutierten in den vergangenen Wochen der SPD-Generalsekretär und die Familienberaterin Saalfrank. In der Rückschau waren sich beide darin einig, dass die Tour ein großer Erfolg war. Nicht nur wegen der enormen Zahl an Menschen, die aus Interesse an dem Thema Familie und Bildung die Veranstaltungen besuchten und sich mit Fragen und Anregungen einbrachten. Auf allen Seiten, sind sich Heil und Saalfrank sicher, hat es neue Erkenntnisse und Einblicke gegeben - wichtige Impulse auch für künftige Beratungen zum Thema in der SPD.
Sonntag, 05. Mai 2024