Bis 2050: Drei Viertel der Energie aus alternativen Quellen möglich

Veröffentlicht am 14.05.2011 in Bundespolitik

In 40 Jahren könnte weltweit bis zu 77 Prozent der Energie aus alternativen Quellen gewonnen werden – wenn der Ausbau von Erneuerbaren Energien entsprechend gefördert wird. Davon geht der Weltklimarat aus, der heute in Abu Dhabi seinen Energiereport veröffentlicht.

Aus wissenschaftlicher Sicht kann die Erde mittelfristig mit alternativen Energien versorgt werden. Nach Berechnungen des Weltklimarates IPCC könnten im Jahr 2050 drei Viertel aller Energie aus alternativen Quellen stammen. Voraussetzung hierfür seien optimale Bedingungen für Erneuerbare Energien wie Wind-, Wasser- und Sonnenkraft sowie Bioenergie. Das geht aus einem 900 Seiten umfassenden Report des Weltklimarates IPCC hervor, dessen Hauptergebnisse an diesem Montag in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten veröffentlicht werden sollten.

Für den Report hatten 120 Forscher den Stand der Literatur zusammengefasst. „Der Report zeigt, dass es wissenschaftlich keine Probleme gibt, die Welt mit alternativen Energien zu versorgen“, sagte Mitautor Sven Teske von Greenpeace International. „Technisch könnten die 560 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) mit Erneuerbaren Energien eingespart werden, die wir brauchen um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.“ Natürlich müsse daneben die Waldzerstörung zurückgehen, die zu rund 20 Prozent zum Klimawandel beiträgt.

Der IPCC hat 164 Zukunftsszenarien berechnet, die verschiedene politische und wirtschaftliche Ausgangsdaten hatten und vier beispielhafte davon genauer analysiert. Ergebnis: Auch in rund 40 Jahren wird die Menschheit nicht völlig auf Kohle, Gas und Erdöl verzichten können. Bestenfalls können die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 77 Prozent erreichen.