SPD-Generalsekretär Hubertus Heil verteidigte den Deutschland-Plan von Frank-Walter Steinmeier. Dieser benenne realistische Ziele. Als "Unseriös" bezeichnete Heil Angela Merkels Schweigen über klare Ziele für das neue Jahrzehnt. Die Kanzlerin sei "wie einige Finanzmarktprodukte sehr überbewertet".
SPD bietet klares Konzept
"Deutschland hat das Potenzial, um die Arbeit von morgen schaffen", unterstrich Heil im Interview mit der Neuen Presse Hannover (Freitagsausgabe) mit Blick auf den Deutschland-Plan. Darin hat SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ein Konzept vorgelegt, das Arbeit, Bildung und Nachhaltigkeit eng miteinander verzahnt. Das erreichbare Ziel ist Vollbeschäftigung bis 2020.
Für die Arbeit von morgen
Es gelte unsere Industrie zu erneuern, damit wir mit neuen Produkten in der Welt erfolgreich sind, erklärte der Generalsekretär. "Etwa bei Elektromobilität und erneuerbaren Energien" Die Arbeit von morgen entstehe aber auch bei den sozialen Berufen von Menschen für Menschen. Vor allem "bei Erziehung, Bildung, Gesundheit und Pflege", weiß Heil.
Ideenlosigkeit der Union eine "Katastrophe"
"Noch vor einem Jahr hat auch Frau Merkel Vollbeschäftigung als realistisches Ziel benannt", rief Heil in Erinnerung. Im Unterschied zu Frank-Walter Steinmeier verschweige sie aber, "wie sie dieses Ziel erreichen will. Das nenne ich unseriös". Die SPD liefere klare Antworten, wie sie das Land sicher durch die Krise führen will "und was nach der Krise kommt". Angela Merkel versuche das zu "vernebeln". Hubertus Heil nannte es politisch eine "Katastrophe, keine Idee zu haben, wie es weitergeht, oder sie den Menschen zu verschweigen".