Job-Motor Umweltbranche

Veröffentlicht am 09.08.2009 in Bundespolitik

Ein starkes Arbeitsplatz-Wachstum vor allem in der Umweltbranche ist möglich. Das hat Frank-Walter Steinmeier bereits in seinem Deutschland-Plan skizziert. Jetzt bestätigen zwei aktuelle Gutachten die Linie.

In dem Plan hat Frank-Walter Steinmeier zahlreiche zukunftsweisende Ansätze aufgezeigt, über die in den nächsten zehn Jahren bis zu vier Millionen neue Arbeitsplätze entstehen können: Zwei Millionen davon in der industriellen Produktion - wenn sich der Sektor auf ressourcensparende Verfahren und Produkte einstellt. Dass grüne Industrie Jobmotor sein kann, bestätigen nun auch zwei aktuelle Studien, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt wurden.

Gemeinsam kommen das Institut für Makroökonomie, das Potsdam Institut für Klimaforschung und das Institut für Weltwirtschaft in Kiel zu dem Schluss, dass Investitionen in Umwelttechnologien schon in den kommenden ein bis zwei Jahren zwei Millionen zusätzliche Jobs bringen können.

Derzeit stehe die deutsche Politik vor einer Richtungsentscheidung, heißt es da. Vernachlässige sie die Förderung grüner Technologie, müsse sich das Land bis 2013 auf eine konstante Arbeitslosenzahl von rund fünf Millionen einstellen. Bei entschlossenen Investitionen in diesem Bereich sei ein nachhaltiges Wachstum mit entsprechenden Arbeitsplätzen möglich.

Die staatlichen Investitionen wären gut angelegt. Nach Ansicht von IMK-Chef Gustav Horn würde von jedem investierten Euro 1,20 Euro zurückfließen. Mit Blick auf die Gegenfinanzierung verwies Bundesumweltminister Gabriel während der Vorstellung der Studien am Mittwoch auf die zu erwartenden Einnahmen aus dem Emissionshandel in Höhe von bis zu 10 Milliarden Euro pro Jahr.