Zehntausende Menschen werden am 24. April zwischen den AKW-Standorten Brunsbüttel und Krümmel in Schleswig-Holstein eine Menschenkette bilden, um ein mächtiges Signal gegen Atomkraft zu setzen. Die SPD beteiligt sich an diesem Protest und tritt in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis für zukunftssichere Erneuerbare Energien ein. Dies erklärte der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel am Mittwoch.
Atomenergie ist nicht beherrschbar und hochgefährlich
Die anhaltenden Störfälle in den Atomkraftwerken, die Zustände in den Atommülllagern Gorleben und Asse beweisen jeden Tag aufs Neue, dass Atomenergie nicht beherrschbar und hochgefährlich ist. Die Frage der endgültigen Lagerung von strahlendem Atommüll ist nicht geklärt und wird den nachfolgenden Generationen aufgebürdet. Sigmar Gabriel: "Die Bundesregierung will den Wiedereinstieg in die Hochrisiko-Technologie Atomkraft. Sie will alte Schrott-Reaktoren länger laufen lassen und damit noch mehr hochradioaktiven Atommüll produzieren, für den es weltweit kein sicheres Endlager gibt. Und sie will die Steuerzahler die Milliardenkosten für Sanierung der maroden Atommülllager Asse und Morsleben tragen lassen - und nicht die Verursacher in den Atomkonzernen."
Sigmar Gabriel: Deutliches Zeichen setzen
Gemeinsam mit Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbänden und Nichtregierungsorganisationen ruft die SPD zu einer breiten Beteiligung an der 120 Kilometer langen Menschenkette am 24. April auf. Die Aktion steht unter dem Motto "KettenreAktion: Atomkraft abschalten!" Sigmar Gabriel: "Gemeinsam mit Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden werden wir zwei Tage vor dem Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl ein deutliches Zeichen setzen: Die Menschen in Deutschland wollen eine zukunftsfähige Energiepolitik. Und keinen Marsch zurück in die Atom-Vergangenheit."