Der geplante Verkauf von Opel an den kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna ist gescheitert. Möglicherweise hätten sich Angela Merkel und ihr damaliger Wirtschaftsminister nicht ausreichend für die Opel-Rettung eingesetzt, sagt Sigmar Gabriel.
Die Entscheidung von General Motors (GM), die Konzern-Tochter Opel doch zu behalten, sei "der Beweis dafür, dass der Einfluss der Kanzlerin in den USA für eine Rede vor dem US-Kongress, aber nicht zum Erhalt von Arbeitsplätzen reicht", sagte der designierte SPD-Vorsitzende dem Berliner "Tagesspiegel" (Donnerstagsausgabe).
Nun dränge sich der "böse Verdacht" auf, dass sich Merkel und ihr damaliger Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor der Bundestagswahl nicht wirklich für die Opel-Rettung stark gemacht, sondern lediglich den Anschein erweckt hätten. "Die Menschen müssen sich im Fall Opel sehr getäuscht fühlen", so Gabriel.
Auch Frank-Walter Steinmeier kritisierte die Entscheidung von GM. Die Bundesregierung dürfe jetzt nicht die Arbeiter bei Opel im Stich lassen und müsse "hart" mit GM verhandeln, forderte der SPD-Fraktionsvorsitzende.