Immer mehr Väter kümmern sich aktiv um die Betreuung ihrer Kinder und nehmen Elternzeit. Ein Erfolg der gegen den Unions-Widerstand durchgesetzten Partnermonate, sagt Manuela Schwesig. Um die familiäre Arbeitsteilung noch besser zu fördern will die SPD die Partnermonate verdoppeln.
Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts haben im zweiten Quartal 2009 rund 35.000 Väter einen Auszeit im Beruf, um sich der Erziehung ihrer neugeborenen Kinder zu widmen. Das waren 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ohne die Partnermonate bei der Elternzeit, die von der SPD gegen den Widerstand aus der Union durchgesetzt wurden, hätte es diese Entwicklung nicht gegeben, sagt Mecklenburg-Vorpommern Sozialministerin Manuela Schwesig, die im Team Steinmeier unter anderem für Familienpolitik zuständig ist.
Um die partnerschaftliche Arbeitsteilung in der Familie noch besser zu fördern, will die SPD die Partnermonate verdoppeln. Insgesamt könnten Frauen und Männer künftig statt 14 dann 16 Monate (12+4) berufliche Auszeit für Kinderbetreuung nehmen. "Wir leisten damit einen Beitrag zur Modernisierung der Gesellschaft, in der Väter mehr Zeit mit ihren Kindern haben wollen, Mütter zunehmend erwerbstätig sein möchten und Unternehmen mehr denn je auf Arbeitskräfte angewiesen sind, die über den fachlichen Tellerrand hinaussehen können", so Schwesig. "Denn vier Monate Elternzeit bringt mehr als jedes Managerseminar."