Ein Jahr Schwarz-Gelb im Spiegel der Medien

Veröffentlicht am 03.11.2010 in Bundespolitik

Die Medienwelt blickt auf ein Jahr Schwarz-Gelb zurück: schlechte Schulnoten, unentwegter Streit und ein Absturz in zehn Phasen. Wir haben eine Auswahl der Medienreaktionen für Sie zusammengestellt und gratulieren selbst mit einem Video.

Herzlichen Glückwunsch zu einem Jahr voller Neustarts

Nach einem Jahr hat die Bundesregierung kaum etwas zustande gebracht, außer Zahlreichen Neustarts. Wie gratulieren in einem Video.

Schlechte Noten für die Regierung

Die FAZ hat der Regierungskoalition Zeugnisse ausgestellt. Sie kommt zu dem Urteil: „Die Bilanz der bürgerlichen Koalition ist kümmerlich. Jetzt gibt es Zeugnisse: eine Vier minus für die Kanzlerin; viele Vieren, ein paar Dreien und eine einzige Zwei für die Minister. Und Philipp Rösler muss sogar um seine Versetzung bangen.“

Blamieren oder regieren?

Gernot Hassknecht kommentiert ein Jahr Schwarz-Gelb für die heute-Show.

Von Gurkentruppen und Wildsäuen

Die Süddeutsche Zeitung hat Zitate aus den Streitereien innerhalb der Koalition zusammengestellt. So sagte der CSU-Generalsekretär Dobrindt: "Die Liberalen sind eine gesundheitspolitische Gurkentruppe. Bei der FDP sind zwei Sicherungen durchgeknallt, und die heißen Bahr und Lindner." Ein Paartherapeut hätte diese Ehe wohl schon aufgegeben.

Die schönsten Staatsausgaben

Im NDR präsentiert Extra 3 die Top 5 der schönsten Geldverbrennungsmaßnahmen der Bundesministerien. Aus Platz 1: die Neumöblierung des Verteidigungsministeriums in Bonn für 1,2 Millionen Euro.

„Sie können sich zurücklehnen, so wie wir es ein Jahr lang getan haben“

Im Satiregipfel nimmt Mathias Richling im Interview mit Angela Merkel ein Jahr Schwarz-Gelb unter die kabarettistische Lupe.

Ein Jahr Schwarz-Gelb: keine Erfolgsgeschichte

Das ZDF überprüft in einem Videobeitrag die Versprechen aus dem Koalitionsvertrag von Schwarz-Gelb: Mehr Netto vom Brutto? Fehlanzeige. Gesundheitreform? Leider nein. Und das Wirtschaftswachstum ist auch keine schwarz-gelbe Erfolgsgeschichte.

In zehn Schritten zur Selbstdemontage

Was waren das für 365 Tage. Spiegel Online rekonstruiert die zehn Phasen des Absturzes von Schwarz-Gelb.

Ein Jahr Schwarz-Gelb aus der Sicht der Karikaturisten

Land unter in der Koalition: Berndt A. Skott zeichnet Merkel und Westerwelle kurz vor dem Untergang für das Handelsblatt. „Nichts geht mehr“ – Klaus Stuttmann hat eine zerstrittene Koalition in Szene gesetzt. Die Berliner Zeitung gratuliert mit einer reichlich ramponierten Tigerente des Karikaturisten Thomas Plassmann zum Geburtstag der Koalition. Und der Karikaturist Heiko Sakurai zeichnet Merkel und Westerwelle verzweifelt im Umfrageloch: "Man bräuchte eine Rettungskapsel!"

Halloo ...?

„Lasst uns das doch mal mit fröhlichem Herzen verkünden! Wie oft machen wir denn das?“ Harald Schmidt hat eine ganz eigene Art der Betonung bei der Kanzlerin entdeckt, die sie anwendet, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es gerne hätte.

Haben Sie noch Texte, Blogbeiträge oder Videos entdeckt oder selbst produziert, die in unsere Reihe passen? Wir freuen uns über Links zu Ihren Beiträgen über „Ein Jahr Schwarz-Gelb“ in den Kommentaren.