Die Familienministerin will sparen: bei den Familien. "In vorauseilendem Gehorsam" stelle die Ministerin das Elterngeld zur Disposition, kritisiert die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig.
Die Familienministerin will sparen: bei den Familien. "In vorauseilendem Gehorsam" stelle die Ministerin das Elterngeld zur Disposition, kritisiert die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig.
Von den "vollmundigen Versprechungen" der Familienministerin zur Verbesserung des Eltergeldes sei nichts mehr übrig geblieben, stellte die SPD-Politikerin im Berliner "Tagesspiegel" (Mittwoch) fest. Schröder wolle diese Pläne "nun einfach wieder einkassieren". Es stelle sich die Frage, was die Versprechen der Bundesfamilienministerin überhaupt wert seien. "Diese Bundesfamilienministerin ist keine Anwältin der Interessen von jungen Familien in diesem Land", fasste Manuela Schwesig zusammen.
Schröder hatte am Dienstag bei der Vorstellung des Familienreports erklärt, sie sehe Sparpotenzial beim Elterngeld. Auch werde die Bundesregierung 2011 nicht wie geplant die Vätermonate verlängern und ein Teilelterngeld einführen.
Das Elterngeld wurde auf Drängen der SPD in der Großen Koalition eingeführt und 2007 zum ersten Mal gezahlt. Das von vielen Experten gelobte Instrument stieß auf große Nachfrage. Die SPD hat damit dafür gesorgt, dass Familien nach der Geburt eines Kindes ihren Lebensstandard halten können. Insbesondere Väter, auf deren meist höheres Einkommen Familien nicht verzichten können, haben erstmals realistische Chancen, Elternzeit in Anspruch zu nehmen und erhalten dafür mit den Partnermonaten einen zusätzlichen Anreiz.
Sonntag, 05. Mai 2024