Käßmann-Rücktritt: "Ich hoffe, sie meldet sich weiterhin zu Wort"

Veröffentlicht am 27.02.2010 in Bundespolitik

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bedauert den Rücktritt Margot Käßmanns vom EKD-Ratsvorsitz. Er schätze ihre starke Persönlichkeit und ihren Mut, wichtige Debatten anzustoßen – und hofft, dass sie sich auch künftig zu Wort melden wird.

Margot Käßmann zieht die Konsequenzen aus ihrer Fahrt unter Alkoholeinfluss. Am Mittwoch erklärte sie ihren Rücktritt vom Amt als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche und als Landesbischöfin.

Der Rücktritt zeige, "dass sie Verantwortung ohne Wenn und Aber übernimmt. Dafür hat sie meinen Respekt", sagte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Persönlich bedauere er den Schritt, denn er habe sie als "verlässliche Anwältin für Solidarität und starke Persönlichkeit" kennen und schätzen gelernt. Käßmann habe theologische Kompetenz mit Lebenserfahrung verbunden, so Gabriel.

Der SPD-Vorsitzende verwies auch auf den Mut Käßmanns, wichtige Debatten anzustoßen – sowohl innerhalb der evangelischen Kirche als auch für das Land insgesamt. "Ich hoffe, dass sie sich auch weiterhin zu Wort meldet."